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September 2017  >>

Alles Diesel oder?

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn diese Zeilen geschrieben werden, sind die Ergebnisse unserer Bundestagswahl noch nicht bekannt. Aber ich bin sicher, die einen freut das Ergebnis, die anderen nicht. Einige haben es erwartet und die anderen sind zu Tode erschrocken. Dann beginnen die altbekannten Koalitionsverhandlungen – wer mit wem. Und dann beginnt das altbekannt Gekungel um Ministerposten. Und hier beginnt mein herzlicher Wunsch: Gott gebe uns sachkundige Minister. Nicht alt gediente Schlachtrösser, sondern Damen und Herren, die von dem Sachgebiet, das sie betreuen und verantworten sollen, auch eine Ahnung haben. Die letzte Regierung war nicht damit gesegnet! Bei ihrem Amtseid schwören die zukünftigen Mandatsträger ihre Tätigkeit zum Wohle unseres Volkes auszuüben – und nicht den Lobbyisten verpflichtet zu sein und alle alten Zöpfe abzuschneiden. Ein Beispiel wären Herr Macron in Frankreich. Nachdem die meisten von uns die Wahlprogramme sowieso nicht gelesen haben, wäre jetzt die beste Gelegenheit, kurzfristige Neuerungen durchzusetzen. Ein Beispiel wäre die Landwirtschaft, wo man die Düngung mit Nitraten unterbinden sollte, bei der Geflügelzucht strenge Maßstäbe an die Produkte zu legen, die die menschliche Gesundheit nicht negativ beeinflussen – sei es bei der Bekämpfung des Ungeziefers in den Ställen und bei den großen Tieren darauf zu achten, das keine Medikamente mehr verwendet werden, für die die Viren und Bakterien noch keine Resistenz entwickelt haben. Denn wenn diese jetzt in der Tiermedizin verwendet werden, verschießt man das letzte Pulver, das man noch für die Menschheit hätte, auf die der menschliche Körper noch anspricht. Viel zu viele Bakterien sind gegen üblichen Antibiotika bereits resistent und wirken nicht mehr.

Ein anderer Wunsch von mir wäre, dass man auf die Diesel Diskussion verzichtet und akzeptiert, dass wir Diesel noch viele Jahre benötigen und bei der E-Mobilität auf die richtigen Pferde setzen. Strom kann heute aus Braunkohle, Steinkohle, aus biologischen Abfällen, aber auch durch Windkraft, Wasserkraft, sowie Solarenergie gewonnen werden, zum Teil sehr teuer mit schädlichen Abgasen oder durch Windkraft und/oder Solarzellen. Wobei wir schon jetzt riesige Mengen an Strom exportieren, nur um diesen loszuwerden. Ferner gibt es zu den Lithium Batterien eine zweite sehr interessante Alternative – nämlich die Brennstoffzellen mit Wasserstoff. Erst kürzlich hat der Entwicklungschef von Daimler Benz laut einer Pressemitteilung verkündet, dass die Entscheidung, ob man sich mehr den Brennstoffzellen oder der Lithium Batterie zuwenden wolle, noch nicht entschieden sei. Aber Daimler will jetzt Hybridfahrzeuge herausbringen, die sowohl Lithiumbatterien als auch eine Brennstoffzelle enthalten. Denn wenn man sich für Lithium Batterien entscheidet, muss man wissen, dass dieses Material als Rohstoff nur selten zur Verfügung steht, aber Wasserstoff in unbegrenztem Umfange. Und Wasserstoff kann man nachts mit dem überschüssigen Strom problemlos herstellen. Aber es kommt jetzt vor allem darauf an, die richtige Infrastruktur zu wählen und darüber zu entscheiden. Wasserstoff lässt sich an jeder Tankstelle problemlos lagern, genau wie Gas. Eine zusätzliche Infrastruktur von Elektrotankstellen wird immense Summen verschlingen. Aber wir müssen uns jetzt entscheiden und unverzüglich handeln. Heute wissen viel zu wenige über die Alternativen zur Lithium Batterie und in Regierungskreisen scheint diese Botschaft überhaupt noch nicht angekommen zu sein. Derzeit gibt es auf dem Markt mindestens vier Steckersysteme aber keine Normung. Welcher Stecker gewinnt und mit welchem soll man dann das Auto aufladen können? Man bedenke den Kabelsalat auf den Gehsteigen, in Parkstraßen, wo Haus an Haus Autos auf der Straße parken und jeder abends sein Auto aufladen will. Schon allein der Gedanke daran lässt mich grausen.

Schon vor Jahren habe ich einmal den schwäbischen Dichter Gerhard Raff zitiert mit seinen Worten „Herr, schmeiß Hirn ra!“.Ich kann nur hinzufügen: Es wird allerhöchste Zeit!

Mit freundlichen Grüßen 

W. Endrich

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Herr Endrich neu Wolfgang Endrich

August 2017  >>

Liebe Leserinnen  

und Leser, der  Bundestagswahlkampf  ist in vollem Gange, die Parteien kämpfen um jede Stimme, und die Parteiprogramme haben in sich, was der Wähler alles für seine  neue,  schöne,  sorglose Zukunft erwarten könnte. Aber wenn ich mir die Wahlprogramme sorgfältig durchsehe, stelle ich leider fest, dass sie die wirklichen Probleme  der  Zukunft  gar  nicht  ansprechen.  Teilweise,  weil die  Parteiinteressen  dagegen  sind, oder  die  Lobbyisten  keine vernünftige Entscheidung zulassen.

Gestatten  Sie  mir  einige  Beispiele:  Die  Wasserpreise  sollen  in Zukunft steigen, weil man in die Wasserwerke teure Filteranlagen einbauen  muss,  die  die  Nitrate  herausfiltern  sollen,  die  unsere Bauern so reichlich auf den Feldern ausgebracht haben. 

In Großstädten fehlt es an Wohnungen zu erschwinglichen Preisen, weil man den sozialen Wohnungsbau vernachlässigt hat und ein Gesetz beschlossen wurde, das die Mieten künstlich niedrig haltenwill, entgegen aller wirtschaftlichen Vernunft, denn dann wird noch weniger gebaut und die Sanierung von Altbauten behindert, wie man es schon vor Jahrzehnten in der DDR sehen konnte.

Unsere  Automobilindustrie  will  vom  Diesel  nicht  weg  und  will die  EU  Vorschriften  durch  vermehrte  Produktion  von  E-Mobilen ausgleichen,  wozu  man  in  etwa  3  Jahren  fähig  sein  will.  Die E-Mobilität  hängt wiederum  von  leistungsfähigen  Batterien ab, um  wenigstens  500  km  Reichweite  mit  einer  Batteriefüllung  zu realisieren. Aber solche Batterien gibt es noch nicht oder sie sind in der Entwicklung noch nicht fertig. Zum Glück, kann man nur sagen,  denn  wo  sollen  denn  die  E-Mobile  Strom  tanken, wenn keine Tankstellen vorhanden sind. 

Und  dann  erwartet  man  für  das  Jahr  2030  circa  30  %  mehr Fahrzeugabsatz.  Nur  frage  ich  mich,  wo  diese  Fahrzeuge  denn fahren sollen, wenn heute schon die Autobahnen mit Lastwagen verstopft sind. Zudem sind tausende von Brücken zu renovieren und  zu  sanieren  und  zigtausende  Kilometer  Landstraßen  und Autobahnen müssen dringend repariert werden. 

Da viele von uns im Sommer jetzt in den Ferien gen Süden streben,  könnte  man  auf  Verkehrsdurchsagen  eigentlich  verzichten, denn es gibt ja nur noch Staus. Wie das in zehn oder zwanzig Jahren  noch funktionieren  soll,  ist  mir  schleierhaft.  Die  ersten Gemeinden  im  Süden,  z.B.  in  Spanien  beschweren  sich  bereits und wollen keine Touristen mehr, da sie die Städte kaputt machen würden.  Vielleicht  sollte  man Herrn  Putin  fragen,  wie  es  denn an der Schwarzmeer Küste wäre und ob man einen Teil dieser Millionen Sonnenhungriger in diese Gegenden umlenken könnte. 

Bürokratieabbau, ein schlechter Scherz!

Wenn man am Wochenende in Ruhe die Sonntagszeitung liest, dann  wundert  man  sich  nur,  dass  unsere  Volkswirtschaft  noch einigermaßen funktioniert. Eigentlich geht es im Wahlkampf doch nur darum, dass jeder Abgeordnete wieder für vier Jahre seinen Job behält und nicht arbeitslos wird, denn nicht alle Abgeordneten sind  Rechtsanwälte.  Das  einzig  Konstante  bleibt  bei  uns  der riesige  Beamtenapparat  und  die vielen  Ministerien,  die  tagein, tagaus darüber nachdenken, welche neuen Gesetze sie erlassen müssen, um uns Bürger noch weiter zu reglementieren.

Nur ein Beispiel: Wir müssen aus Platzgründen gerade eine große Lagerhalle bauen, aber das Baugesuch muss von 18 Stellen mit entsprechenden Gutachten geprüft werden. Und das Verrückteste von allen ist ein sogenanntes „Lärmschutzgutachten“. Ich habe es schon lange aufgegeben, mich zu wundern.

Aber  im  Ernst,  ich  vermisse  die  ernsthaften  Planungen  für  die nächsten  zehn  und  mehr  Jahre  bzw.  die  nicht  vorhandenen Planungen,  denn  was  heute  so  alles  in  der  Politik  passiert,  ist doch nur ein Reagieren auf tägliche Probleme. Dabei könnte man vorhersehen, dass z.B. durch die weltweite Kommunikation die Bewohner des entlegensten Winkels dieser Erde erfahren, dass es sich z.B. in Europa bzw. in Deutschland besser leben lässt und es erstrebenswert wäre, dorthin zu gehen. Der Bevölkerungsexplosion in den unterentwickelten Ländern z.B. in Afrika, steht man dank der Fortschritte der Medizin hilflos gegenüber. Die 1-Kind-Politik in China hat dies noch stoppen können, aber in Afrika? Und dabei nehmen wir ihnen noch die Arbeitsplätze weg, indem wir Kleider und Nahrungsmittel an die hungernde Bevölkerung liefern, anstatt ihnen  zu  zeigen,  wie  man  sich  durch  Ackerbau  und  Viehzucht selbst  ernähren  kann  oder  durch  Kleinkredite  ein  Mittelstand heranwachsen könnte, der für sich selbst sorgt.

Wir  hätten  so  viele  hoch  gebildete  studierte  Experten  in unserer  Bevölkerung,  die,  wenn  man  nur  wollte,  eine  sinnvolle Langzeitplanung  für  alle  Bereiche  unseres  Lebens  aufstellen könnten, aber keiner von den vielen Politikern aller Parteien hätte Zeit, sich damit zu befassen, denn in vier Jahren geht der gleiche Zirkus wieder von vorne los.

Mit freundlichen Grüßen 

W. Endrich

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Herr Endrich neu Wolfgang Endrich

August 2017 - Sonderausgabe  >>

Endrich Bauelemente GmbH – SiTime’s standard MEMS Oscillators available in a week

Dear readers,

As an authorized distributor in Europe, Endrich GmbH now offers a fast delivery option for SiTime’s standard MEMS oscillators. Customers can use our newly created online Oscillator Shop to select their desired specifications, find the required component, and have product shipped in less than a week.

MEMS oscillators from SiTime, an analog semiconductor company revolutionizing the timing industry, are rapidly replacing legacy quartz crystal products by offering higher performance and reliability at a lower cost.

With robust MEMS resonators and high performance analog ICs, SiTime has developed breakthrough solutions that overcome the limitations of quartz devices. The oscillators are 100% drop-in replacements for quartz oscillators without any design changes. Plus, the programmable architecture enables the most flexible products with more features and ultra-fast lead-times. SiTime is enabling the miniaturization of electronic products. MEMS oscillators are used as high-precision clocks in automotive applications (as AEC-Q100 qualified oscillators), telecom and network applications that require ppb-level tolerances. SiTime is the market leader, shipping more than 700 million units to date.

MEMS oscillators are produced using standard semiconductor processes and packaging. This guarantees an almost unlimited availability and extreme short lead times. Designers no longer need to waste time searching and waiting for oscillators. By using the Time Machine II programmer, designer engineers can configure devices to match their specification needs in seconds.

The new MEMS Oscillator Shop delivers almost every desired quantity from single samples up to production quantities within the shortest time. You have the choice of eight product families with a wide range of features including low power, low jitter and differential oscillators.

Using the online Part Number Generator, an easy-to-use tool that defines the full part number for your custom configured device, you can order programmed SiTime oscillators at www.endrich.com with just a few clicks.

Best regards,
W. ENDRICH ∙ August, 2017

 

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Herr Endrich neu Wolfgang Endrich

Technischer Ansprechpartner
Axel Gensler
Fon: +49 7452 6007 31
Fax: +49 7452 6007 831
a.gensler @ endrich.com

Juni 2017  >>

Liebe Leserinnen und Leser!

Lassen sie uns heute keine politischen oder andersartigen Themen diskutieren, wir haben doch alle nur noch Sommer, Sonne & Urlaub im Kopf. Lassen sie mich von etwas sprechen, das mich seit 3 Monaten beschäftigt, nämlich der Frage, kann man Sonnenlicht künstlich erzeugen? Natürlich nicht mit der wahnsinnigen Strahlkraft und Energie der Sonne, aber doch immerhin mit dem Sonnenlichtspektrum. Diese Frage kann ich jetzt nach langem Studium und Fachliteratur, Firmenbroschüren und Aufsätzen eindeutig mit Ja beantworten. Ja, man kann künstliches Sonnenlichtspektrum erzeugen. Unser Kopfbeherbergt eine unglaublich vielseitige „chemische Fabrik“. Für das Sehen werden Botenstoffe und Hormone erzeugt oder aktiviert, für die Farberkennung genauso. Das gleiche gilt für das Einschlafen, wie das Aufwachen. Wenn Sie der Zusammenhang interessiert, ich schicke ihnen gern eine detaillierte Broschüre unserer Firma.

Der Auslöser dieser Untersuchung war, dass meine Firma euroLighting, eine zweite Firmengründung von mir, neben unserer 40-jährigen Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH, Produkte vertreiben will, von denen der Hersteller behauptet, sie könnten ein dem Sonnenlicht sehr ähnliches Sonnenspektrum erzeugen. Da war Misstrauen wirklich angesagt, und wir haben als ersten Versuchsballon 100 Glühbirnen an Haushalte verschenkt, zusammen mit einem Fragebogen, diesen uns nach einer Woche ausgefüllt zurückzugeben, ohne dass die Probanden wussten, was wir eigentlich wissen wollten. Und der Erfolg war überraschend, denn 70% fühlten sich durch das neue Licht (in der alten Glühbirnenform) angeregt, konnten besser lesen, also die Schrift klarer erkennen, fühlten sich wesentlich wohler bei dem abendlichen Licht unter LED Beleuchtung, selbst bei 2700 K warmen Licht, sagten, dass sie weniger ermüdeten am Abend. Nur 30% fühlten sich weniger oder gar nicht angesprochen. Naja, es gibt halt Menschen mit unterschiedlicher Empfindlichkeit. Nach diesem ersten Test war ich neugierig genug, mich intensiv mit der Fachliteratur zu befassen und lernte, dass man auf der letzten „Light + Building“ in Frankfurt schon einige Versuchsaufbauten mit sogenanntem „HCL Human Centric Lighting“ ausgestellt hatte. Aber große Emotionen haben die Aussteller wohl leider nicht erfahren dürfen. Fachblätter haben nur spärlich dazu Stellung genommen. Beim Quellen studieren habe ich gelernt, dass wir tagsüber ein Hormon namens „Melatonin“ erzeugen, das uns beim Einschlafen hilft und ruhig schlafen lässt, aber bei zu viel Fernsehen oder Arbeiten am Computer oder selbst beim Schauen ins Handy wird diese Melatoninerzeugung gestört, teilweise reduziert, weil diese Geräte blaues Licht ausstrahlen, das diese Melatoninbildung behindert. Wir haben dann Messergebnisse mit einem präzisen Gossen Messgerät an Fernsehern, Handys, Computern und Bildschirmen vorgenommen, und die Ergebnisse waren mehr als überraschend, denn die Messergebnisse waren durchweg schlecht und das schlimmste Licht sendeten die Stromsparlampen aus. Man wundert sich, dass die Regierung und alle, die etwas davon verstehen wollen, auf dem Energiesparlabel herumreiten, aber die Qualität des Lichtes, das diese Lichtquellen, also Computer, Schirme, Fernseher usw. ausstrahlen, ist völlig unbekannt. Es wird nicht bewertet und nicht benotet, und es wird nicht davor gewarnt. Die herstellende Industrie wird es wohl gewusst haben – hoffen wir es, aber deren Schweigen ist verständlich!

Vor dem Einschlafen erzeugen wir Melatonin, dann gibt es morgens ein Hormon, das zum Aufwachen beiträgt, in dem es auf das bläulich-weiße Licht in der Dämmerung der Sonne reagiert, tagsüber erzeugt der menschliche Körper Seratonin, das Glückshormon, das durch Essen von Schokolade angeblich gesteigert wird. Und sonst dreht sich die Hormonproduktion 24 Stunden lang, man nennt dies den „circadianen“ Rhythmus, dem wir alle unterliegen und der uns höchste Leistungssteigerung zwischen 10 und 11 Uhr bringt und sie nach einem Abflachen um die Mittagszeit gegen 16 Uhr nochmals anschwellen lässt.

Denkt man 200 Jahre zurück, dann waren die meisten Menschen im Ackerbau tätig und damit den ganzen Tag dem Sonnenlicht ausgesetzt. Erst mit der Erfindung der Industrialisierung und der Erfindung des künstlichen Lichtes, also der Elektrizität, reduzierte sich dieser Sonnenkonsum auf ca. 10% beim Menschen heute, und dies führt zu Depressionen, Mangelerscheinungen bei Kindern, z.B. bei den Zähnen, oder Knochenabbau (Osteoporose) bei älteren Menschen. Der Mangel an Sonnenlicht erklärt so manches, was wir heute als Krankheitsursache noch gar nicht richtig erkannt haben, dabei wäre Sonnenlicht doch die beste Medizin und so billig. Aus diesen Erkenntnissen heraus, haben wir uns entschlossen, diese Produkte zu vertreiben, weil die Umrüstung auf diese neuen Leuchtmittel außerordentlich preiswert ist, sowohl im Haus, in Verwaltungsgebäuden, in Schulen, in Altersheimen oder Hospitälern. Da Zahlen mehr als Worte sagen, haben wir ein Beispiel ausgerechnet, z. B. ein Raum mit 60 m2 (10 m×6 m), in dem wir 9 Deckenpanels je 40 Watt in unserer Computersimulation aufgehängt haben und dabei ausgezeichnete Lichtwerte erzielt haben. Vorgabe lt. Gesetz sind 500 Lux am Arbeitsplatz, direkt unterhalb und neben den Deckenpanelen hatten wir 630 Lux, in den Zwischenräumen 540 Lux und nur an den Wänden ca. 450 Lux. Erreicht wurde dies mit 9 Panelen mit zusammen 380 Watt und total 47000 Lumen. Das Ganze kann man zu einem Materialwert von knapp 1500 € erwerben (natürlich ohne Installationskosten). Dem gegenüber stehen die bessere Leistung der Mitarbeiter, weniger Krankheitstage, hohe Konzentration und ein generelles Wohlbefinden der Mitarbeiter. Dies sind doch Zahlen und Fakten, die nachdenklich machen! Vielleicht sind Sie dann auch so euphorisch nach einer Umstellung auf sonnenähnliches Kunstlicht, wie ich es wurde.

Wenn Sie mehr über diese Leuchtmittel wissen möchten, schreiben Sie mir bitte. Eine Email genügt an: w.endrich@endrich.com

Mit freundlichen Grüßen

W. Endrich

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Herr Endrich neu Wolfgang Endrich

Mai 2017  >>

Einige Gedanken zur Gerechtigkeit

Es ist mal wieder Wahlzeit und das Schlagwort „Gerechtigkeit“ wird von allen Seiten gerne benutzt, um damit zu werben. Besonders die fehlende „soziale Gerechtigkeit“ wird oft genannt. Es gibt ein Bonmot von Baron Rothschild aus Paris, aus dem 19. Jahrhundert, einem bekannten Bankier, der abends, als er seine Bank verließ, von einem Bettler angesprochen wurde und dieser verlangte einen Franc und Baron Rothschild sagte: „Frankreich hat 80 Millionen Einwohner, mein Vermögen ist 80 Millionen Franc, wenn ich gerecht sein will, müsste ich jedem Franzosen 1 Franc geben und mein Vermögen wäre Null“. Und er gab dem Bettler keinen Franc.

Ist es gerecht, wenn Kinder bereits mit einem Herzfehler auf die Welt kommen oder Mütter mit Familie in jungen Jahren an Krebs sterben oder oder oder? Es gibt so viele Beispiele, wo man sich wirklich fragt, ist das gerecht? Ich glaube, das Wort Gerechtigkeit ist das am meisten missbrauchte und für die eigenen Zwecke benutzte Wort, um seine Unzufriedenheit mit seinem Zustand des Lebens zu beklagen. In Finnland will man jetzt einen Versuch mit 2.000 Personen starten, die ein monatliches, staatliches Einkommen von 1.000 € bekommen sollen, ohne dafür arbeiten zu müssen, aber Zusatzverdienste werden nicht angerechnet. Man will damit erforschen, was diese Testpersonen mit dem monatlichen Einkommen, ohne Arbeiten zu müssen, daraus machen.

Wir Menschen haben neben den Wunsch nach Gerechtigkeit leider auch weniger schöne Eigenschaften wie Missgunst, Gier und weitere verwerfliche Eigenschaften, wie sie auch von den Weltreligionen angeprangert werden.

Bis vor 25 Jahren hatten wir noch die DDR, wo das ganze Vermögen dem Volk gehörte und der Einzelne trotzdem nichts hatte. Ich denke nur an die verfallenen Wohnungen und Hausfassaden, die uns Westler erschütterten, wenn wir durch Orte der „DDR“ fuhren. Von allgemeinem Wohlstand konnte man da weiß Gott nicht sprechen, aber das Eigentum war wohl gerecht verteilt, denn keiner hatte etwas. War das gerecht? Ich persönlich bevorzuge mehr eine andere menschliche Eigenschaft, nämlich das persönliche Streben, Wissen und Vermögen von selbst anzusammeln und damit eine gewisse Unabhängigkeit zu erreichen. Schon die Natur macht uns dies vor, wenn Eichhörnchen z.B. nicht genügend Nüsse im Herbst sammeln, werden sie den Winter nicht überleben. Der Ruf nach staatlicher Hilfe ist mir zu bequem. Ich vermisse dabei das eigene Bestreben, sein Wissen und auch sein Vermögen nach Möglichkeit zu vermehren. Die einzige Ausnahme, die ich gelten lassen kann, sind Personen, die durch Krankheiten oder sonstige Gebrechen oder Unglücksfälle nicht in der Lage sind, sich selbst zu helfen und auf die Mildtätigkeit der Mitmenschen, der Kirchen und des Staates angewiesen sind.

Als Flüchtling ist meine Familie 1945 mit Nichts aus der Tschechei gekommen, mein Studium musste ich durch härteste Arbeit in einer Gießerei selbst verdienen, BAFÖG gab es damals nicht und mit 40 Jahren hatte ich den Mut, mich selbständig zu machen, ebenfalls mit Nichts, ohne Vermögen, ohne Kunden und ohne Lieferanten, und trotzdem ist es mir gelungen, eine mittelständische Firma zu ihrer heutigen Größe zu entwickeln. Oder ein anderes Beispiel, Norbert Blüm, der frühere Minister, der mit Volksschulbildung, Mechanikerlehre und Abendstudium promoviert hat und es dann sogar zum Minister brachte.

Der Ruf nach sozialer Gerechtigkeit ist mir zu bequem und zu einfach. Er erzeugt nur Missmut und Neid und verleitet dazu, den eigenen Antrieb, für sich selbst zu sorgen, Karriere zu machen und für seinen eigenen Wohlstand zu sorgen, zu unterdrücken. Das heißt „Eigeninitiative“ gleich Null! Den fürsorglichen Staat, der für alles sorgt, von der Wiege bis zur Bahre, der alles regelt und reglementiert, den gibt es nicht, und wenn es ihn gibt, dann nur zu dem Preis, die persönliche Freiheit zu verlieren. Und dies ist nach meiner Meinung das höchste Gut, welches wir in einer funktionierenden Demokratie haben.

Mit freundlichen Grüßen

W. Endrich

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Herr Endrich neu Wolfgang Endrich

April 2017  >>

ERDOGANOMANIA

Liebe Leserinnen und Leser,

dass Herr Erdogan, der Premier unseres NATO Partners Türkei, mit nur 51,4% „angeblich“ die Volksabstimmung gewonnen hat, hat uns alle verwundert. Ob die Zahlen "geschönt" sind, wird man nie erfahren, nachdem er erklärt hat, diese Zahlen seien richtig und man habe sie zu glauben. Erstaunlich deshalb, weil dieser Herr alles getan hat, um die Wahlen von vornherein für sich zu gewinnen. Man denke nur an den unnötigen erneuten Kampf gegen die Kurden, obwohl Jahre lang Frieden herrschte. Ferner, dass er unliebsame Opponenten ins Gefängnis warf, Journalisten, und damit die freie Pressemeinung, ebenfalls ins Gefängnis schickte und kritische Meinungsäußerungen damit unterdrücken kann, dass er in Zukunft das Parlament ausschalten kann und selbstherrlich Dekrete verfassen kann, sowie dass er die Rechtsprechung, nämlich die obersten Richter, selber bestimmen kann und dass er auch Auslands-Türken in Deutschland bespitzeln lassen will. Das stimmt alles doch sehr bedenklich und erinnert mich an die Zeit von 1933 in Deutschland, als unser Volk durch einen einzigen Menschen langsam, aber kontinuierlich, ins Unglück gestürzt wurde. Und dass er bei seinen Volksreden bescheiden in den Hintergrund tritt und seinem Volk goldene Zeiten verspricht und sie bestärkt in der Annahme, jetzt den Feinden rundherum es zeigen zu wollen usw. ist eine Meisterleistung der Rhetorik. Er erzählt dem gläubigen AKP Volk, dass die Türkei von Feinden umgeben sei und dass man es ihnen jetzt zeigen müsse, wie stark man sei. Das ist doch billiger Klamauk! Dass trotz dieser Unterdrückung der Opposition ein so mageres Ergebnis von 51,4% herauskam, zeigt doch, das mindestens die Hälfte der türkischen Wahlberechtigten völlig anderer Meinung waren.

Was mich aber eigentlich erschüttert, ist die Tatsache, dass die sogenannten „Deutschland-Türken“ immerhin über 3 Millionen Wahlberechtigte, rund 50% an der Wahl in Deutschland teilgenommen haben und davon wieder ca. 70% nach Angaben der Presse mit "ja" gestimmt haben. Diese Türken sind alle zu uns gekommen, um Arbeit und Brot zu finden und in einem demokratischen Land zu leben, Familien zu gründen und zu Wohlstand zu kommen. Deshalb muss man auch davon ausgehen, dass sie unsere Demokratie, unserer freiheitliche Ordnung, sehr wohl kennen und an unserem hohen Lebensstandard, Freiheit der Meinungsäußerung usw. teilhaben wollen. Und trotz dieser Kenntnis einem Mann ihre Stimme gegeben haben, der sie, wenn es so weiter geht, mit ziemlicher Sicherheit, in eine „ein Mann Diktatur“ führen wird.

Um nicht missverstanden zu werden: Herr Erdogan hat sicherlich eine Menge Verdienste, hat in den letzten Jahren die Arbeitslosigkeit verringert und Wohlstand über das Land gebracht. Aber natürlich nur deshalb, weil er als Erbe von seinem Vorgänger, ein auf Demokratie getrimmtes Land geführt hat – d.h. unabhängige Justiz, freie Meinungsfreiheit, keine Behinderung der Presse. Man muss sich deshalb schon fragen: Haben diese in Deutschland lebenden Türken nichts kapiert? Haben die Veranstaltungen in Deutschland, die durch Reden der türkischen Regierungsmitglieder bestimmt wurden, nicht verstanden um was es geht? Und die eindeutigen Vorteile einer funktionierenden Demokratie haben auch unsere türkischen Mitbürger sicherlich gerne in Anspruch genommen.

Aber jetzt sich zum Alleinherrscher zu erheben und zu versprechen, dass alles besser werde, sind doch Zukunftsfantasien!

Liegt dies an der fehlenden Integration der Deutsch-Türken? Ich habe meine Zweifel. Denn schließlich beruht eine Integration auf Freiwilligkeit. Deshalb müssten die in Deutschland lebenden Türken alles tun, um sich in unser Leben zu integrieren. Denn hier wollen sie leben, zur Schule gehen, ihre Arbeit verrichten um evtl. bis zu ihrem Lebensabend hier in Deutschland zu bleiben. Viele Türken haben diesen Schritt bereits freiwillig getan. Sie haben sich Häuser gebaut, sind aktive Mitglieder in Vereinen geworden, haben Läden und Gaststätten eröffnet. Nicht zu vergessen: "Döner-Läden" sind zu einem unverzichtbaren Begriff geworden. Aber die völlige Integration der restlichen Türken hat offensichtlich nicht stattgefunden. Für unsere Politiker bleibt hier noch sehr viel zu tun.

Mit freundlichen Grüßen

W. Endrich

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Herr Endrich neu Wolfgang Endrich

März 2017  >>

Kritisches zur Elektromobilität

Liebe Leserinnen und Leser,

Seit der Energiewende sind die deutschen Autofahrer aufgerufen, möglichst rasch, auf Elektromobile umzustellen. Eine staatliche Prämie in Höhe von 4000,00 € wurde auch ausgelobt, hat aber nach meinem Wissen erst einige tausend Mitbürger bewogen, sich ein Elektrofahrzeug anzuschaffen. Auch Autoindustrie hat diesem Lockruf bisher nur zögerlich Folge geleistet. Die ersten Versuchsfahrzeuge von BMW und Smart waren kein Verkaufhit. Ein Hinderungsgrund war sicherlich die mangelhafte Reichweite mit einer Batterieladung von 200 - 300 km. Die bisher angebotenen Hybridfahrzeuge haben den Markt aber auch nicht überzeugt. Ein Grund war wohl der hohe Preis für diese Fahrzeuge und die noch nicht befriedigende Leistung der Batterien. In Norwegen scheint man dem Elektromobil aufgeschlossener gegenüber zu stehen, denn dort sind wesentlich größere Zahlen von Zulassungen veröffentlicht worden.

Wer die neueste „AutoBild“ gelesen hat, kann sich an den Elektrosportwagen, die jetzt auf den Markt kommen sollen, wirklich begeistern. Ein rassiges Aussehen und imposante Beschleunigung sind aber nicht das Einzige, was mir im Moment die Lust am Kauf eines solchen Fahrzeugs nimmt.

Ich stelle mir nämlich die Frage, warum ein normaler Mitbürger mit Familie und zwei Kindern ein solches Fahrzeug kaufen sollte, das er jeden Abend erneut aufladen muss. Und wenn er am Wochenende mit der Familie einen Ausflug plant, sich sehr gut überlegen muss, wie weit er fahren kann und wo er sein Fahrzeug wieder aufladen kann. In unserem Land fehlt es nämlich schlichtweg an Ladestationen. Aus diesem Grund hat Tesla in Deutschland eigene Ladestationen errichtet und zeigt auf einem Display an, wo der Fahrer die nächste Ladestelle findet. Kürzlich gaben Mercedes, BMW und Audi bekannt, dass sie gemeinsam ein Netz von Ladestationen entlang der Autobahn aufbauen wollen, und die Stadt Iserlohn hat kürzlich ganz stolz veröffentlicht, dass sie in ihrer Stadt 17 Ladestationen einrichten wollen.

Der oben genannte Familienvater dürfte aber noch andere Überlegungen hegen. Wer heute unsere Städte und die Nebenstraßen sieht, voll geparkt mit Fahrzeugen, der muss sich doch die Frage stellen, wie es funktionieren soll, all diese Fahrzeuge abends an das Ladekabel zu hängen. Oder man denke an die zigtausende von Parkgaragen, in Wohnsiedlungen, oder die Parkhäuser in den Städten. Wenn die Elektromobilität eine Zukunft haben soll, müssen all diese Straßen und Parkhäuser mit Ladestationen versehen werden. An die Investitionskosten, die dadurch den Gemeinden und Städten drohen, mag man kaum denken, denn sie gehen in den mehrfachen Milliarden Bereich. Und wenn unser Familienvater dann die glorreiche Idee hat, in den Sommer- oder Winterferien ins Ausland zu fahren, dürfte er ebenfalls vor extremen Problemen stehen, denn ein Reservekanister mit Benzin oder Diesel hilft nicht mehr.

Ist die Elektromobilität dann ein frommer Wunsch?

Eigentlich nicht, denn es gibt ein ganz anderes System, nämlich die so genannte Brennstoffzelle, welche mit Wasserstoff funktioniert. Und zwar Wasserstoff, den man in besonderen Tanks an jeder Tankstelle zapfen könnte und der nachts durch das überschüssige Elektrizitätsaufkommen sicherlich in ausreichender Menge erzeugt werden könnte. Seit über 10 Jahren wird auf diesem Gebiete geforscht. Es fahren viele Versuchsfahrzeuge, zumindest weiß ich dies von Daimler Benz, z.B. Busse, mit dieser Antriebsart. Ich frage mich wirklich, warum wir uns so sehr auf die jetzige Batterielösung versteifen, wohl wissend, dass die Infrastruktur überhaupt nicht vorhanden ist und in den nächsten Jahren, ohne Profi sein zu wollen, auch nicht erstellt werden kann. Wasserstoff ist sicherlich genauso gefährlich und hochexplosiv wie Benzin, oder Gastanks im Auto. Dies müsste aber nach unserem heutigen technischen Stand beherrschbar sein. Warum verrennen wir uns also in die batteriebetriebene Antriebslösung, wenn es eine einfachere Lösung bereits am Markt gibt, die vermutlich auch so ausgereift ist, wie die derzeitige Batterielösung. Haben wir denn in unserem Wissenschaftsministerium keine Techniker, die den Weitblick haben, und den Kenntnisstand, um den Brennstoffzellenantrieb zu forcieren? Es würde sich an den Zielen der Elektromobilität nichts ändern. Aber anstelle eines äußerst schweren Batteriepakets, hätte man nur einen Tank mit Wasserstoff, und die Brennstoffzelle liefert den nötigen Strom für den Antrieb der Elektromotoren. Dann braucht man keinen Hybridantrieb und aus dem Auspuff würde nur hin und wieder ein paar Tropfen Wasser entweichen.

Übrigens laut Wikipedia werden in Japan bereits die ersten PKW mit Brennstoffzellenantrieb in Großserie gefertigt. Verschläft die deutsche Automobilindustrie wieder einmal einen Innovationstrend?

Mit freundlichen Grüßen

W. Endrich

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Herr Endrich neu Wolfgang Endrich

Juli/August 2016  >>

Danke England

Seit der letzten Endrich News, Ausgabe Juni, hat sich in Europa einiges geändert. Der von vielen befürchtete, aber von keinem erwartete Brexit wurde vollzogen. Warum danke an England? Ich glaube, dass man jetzt endlich in Brüssel zur Besinnung kommt und erkennt, dass viele EU-Bürger, natürlich konzentriert in England, mit der permanenten Einmischung der EU, selbst in die lächerlichsten Kleinigkeiten unseres Lebens, nicht mehr einverstanden sind. Die permanente Bevormundung aus Brüssel muss ein Ende haben und die beiden EU- Führer, Schulz und Junker, müssen zusammen mit den Präsidenten oder Ministerpräsidenten der 28 Mitgliedsländer, nachdenken, welche Ziele die EU in Zukunft verfolgen soll. Nach meiner Meinung ist es mit Sicherheit die Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Handelsabkommen, wie dieses mit Kanada und U.S.A., vernünftige Regelungen bezüglich der Einwanderungen in die EU-Länder, Freiheit der Arbeitsplatzwahl in den Mitgliedsländern sowie einige Bereiche, wo eine Staatengemeinschaft von über 500 Millionen Einwohnern mehr Macht hat als die einzelnen Mitgliedsländer.

Ein weitere Punkt wäre, die Länderregierungen zu einer verantwortungsvollen Finanzpolitik zu ermahnen und zu erziehen und schließlich die Jugendarbeitslosigkeit, vor allem in den südeuropäischen Ländern, dramatisch zu bekämpfen. Das wären Gemeinschaftsaufgaben, die auch von den Bürgern jedes Mitgliedlandes verstanden und akzeptiert werden könnten und die vor allem den rechtspopulistischen Parteien in den einzelnen Ländern den Wind aus den Segeln nehmen würden.

Wir können die Zeitrechnung nicht mehr um 50 Jahre oder mehr zurückdrehen, in isolierten Ländern leben, die Zollschranken hoch setzen, den freien Warenverkehr beschränken und glauben, dass dann heile Welt besteht. Deutschland lebt vom Export und die Vollbeschäftigung, die wir heute glücklicher Weise verzeichnen können, beruht nur darauf, dass deutsche Firmen auf der ganzen Welt aktiv und bemüht sind, ihre Produkte in unterentwickelten Ländern, aber auch in asiatischen Ländern zu verkaufen. Dazu gehört aber fundamental, dass man sich, vor allem in den südeuropäischen Ländern, bemüht, die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und die Ausbildung der Jugendlichen wesentlich zu verbessern. Unser duales Bildungssystem sollte ein Vorbild sein.

Was den Brexit betrifft: Vor wenigen Tagen hat die englische Zentralbank die Zinsen auf 0,25 % gesenkt. Die Immobilienwirtschaft und die Bauwirtschaft klagen bereits deutlich über eine beginnende Rezession, und es treten jetzt die Folgen ein, die man vor dem Brexit vielfach publiziert hat, die aber von der Bevölkerung nicht ernst genug genommen wurden. Die vorherige englische Regierung hat sicherlich viele Fehler gemacht und sich um die Wirtschaftsförderung, vor allem in den nordenglischen Provinzen, zu wenig gekümmert. Die früher florierende Stahl- und Kohleindustrie, aber auch die Werften, sind nicht mehr wettbewerbsfähig und die Regierung hat es versäumt, dort Hightech-Firmen zur Ansiedlung zu bringen. Nordirland hat schon seit Jahrzehnten durch die Senkung der Gewinnsteuern dem entgegen gesteuert und viele US-Firmen dazu bewogen, Niederlassungen in Nordirland zu gründen.

„Brexit ist Brexit", wie es in England jetzt heißt, und wir alle werden damit leben müssen. Wir dürfen trotzdem nicht vergessen, dass England unser drittgrößter Exportpartner ist und es bleibt spannend, wie sich die Austrittsverhandlungen gestalten werden. Bisher ist der offizielle Brexit, das heißt die Kündigung der EU-Verträge, noch nicht erfolgt. Wie auch immer diese Verhandlungen ausgehen mögen – für Europa, für die EU, war der Brexit von England ein Schuss vor den Bug des Establishments in Brüssel. Das kleinkarierte Reglementieren muss aufhören. Dann könnte man auch das Heer der EU-Beamten und die damit verbundenen hohen Verwaltungskosten nennenswert senken.

Leider haben die Terroranschläge in Frankreich und Deutschland sowie die Politik von Herrn Erdogan in der Türkei die öffentliche Wahrnehmung durch die Presse zum Thema EU derzeit verwischt. Nichtsdestoweniger bleibt die Forderung, dass man in Brüssel ein neues Kapitel für die zukünftige Tätigkeit der EU aufschlagen muss.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr W. Endrich

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Herr Endrich Wolfgang Endrich

Juni 2016  >>

Alles Brexit oder was?

Liebe Leser,

wenn Sie diese Zeilen lesen, wissen Sie bereits, ob sich England zum Austritt aus der EU entschieden hat, oder verbleiben möchte. Wenn man sich für den Austritt entschieden hat, gibt es einen Verhandlungsspielraum von zwei Jahren, innerhalb dessen der Austritt besprochen und reguliert werden soll. Ob es dann vollzogen wird, ist sicherlich fraglich. Es würde aber auch weitere Begehrlichkeiten in anderen Ländern wecken, denn wenige Tage nach der Volksabstimmung in England finden Neuwahlen in Spanien statt, und dort liebäugelt man auch mit einem Austritt.

Warum kommt es jetzt zu diesen separatistischen Tendenzen? Es ist sicherlich richtig, dass man bei der Gründung der EU bei aller Euphorie über den beendeten Krieg und das unsagbare Leid, das damit verbunden war, nur noch eines wollte: Frieden. Aber dies ist jetzt 70 Jahre her und die nach 1945 Geborenen wissen gar nicht, was es bedeutet, in einem Krieg zu leben. Wir alle hatten nach Kriegsende nur einen Wunsch: Nie wieder Krieg und endlich Beendigung der Feindschaft mit unseren Nachbarn. Jahrhunderte lang gab es in Europa Kriege, Eroberungskriege, Machtgelüste der Regierenden. Aber genutzt hat es in Wirklichkeit keinem. Die kaiserlich königliche österreichische Donau-Monarchie ist von der Bildfläche verschwunden, Polen wurde mehrfach auf der Landkarte verschoben, als Russland den Ost-Teil von Polen annektierte oder Deutschland Polens westliche Gebiete. Einen wirklichen Nutzen hat keiner gezogen. Deshalb war es allerhöchste Zeit und eine Großtat von de Gaulle und Adenauer, endlich Frieden zwischen den sogenannten „Erbfeinden" zu schließen. Es entstand der Wunsch, die Vereinigten Staaten von Europa zu gründen, was nach einigen Jahren 1958 schließlich in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft seinen Abschluss fand. 1993 wurde die EWG in Europäische Union umbenannt.

Vielleicht war man bei der Konstruktion und der Festlegung der Gemeinsamkeiten zu optimistisch bei der Annahme, man könne die Völker Europas unter einen Hut zwingen. Unsere Mentalitäten sind einfach zu unterschiedlich. Angefangen von den Sprachen bis hin zu Lebensgewohnheiten, haben wir ein buntes Gemisch von Menschen mit unterschiedlichen Lebenszielen und genereller Einstellung zum Leben. Und nun wurde in Brüssel eine Zentralregierung geschaffen, die sich gewaltig aufblähte und meinte, sie sollte alles innerhalb der EU regulieren. Das hat Hohn und Spott erzeugt, wie zum Beispiel die Normung der Krümmung von Bananen und Gurken.

Auf der anderen Seite hat sie viele Vorteile gebracht wie die Niederlassungsfreiheit und freie Berufswahl in allen Ländern, die Freizügigkeit des Reisens, den gemeinsamen Markt und schließlich die gemeinsame Währung, den Euro. Deutschland hat z.B. große jährliche Zahlungen an die EU geleistet, mit denen in schwächeren Ländern der Aufbau von Straßen und Infrastruktur-Maßnahmen finanziert wurden. Es wurde eine Solidargemeinschaft geschaffen, die heute der jüngeren Generation nicht verständlich genug ist. Warum sollen wir mit unserem Geld spanische Banken retten usw.?

In den einzelnen Ländern haben sich nationalistische Tendenzen in Parteigründungen gebildet, die die Vereinheitlichung Europas nicht mehr akzeptieren. Die Spitzen dieser Parteien haben es abgelehnt, die Regulierungswut aus Brüssel zu akzeptieren und dem Volk eine eigene Parteipolitik gepredigt, die völlig konträr zu der Politik des EU Parlamentes verläuft. Es sind vor allem die sozialen Aspekte, die uns heute auseinander dividieren. Zum Beispiel die wöchentliche Arbeitszeit, der Arbeitslohn, Kündigungsschutz usw. Dass die Welt von 2016 eine andere ist als die von 1945, hat man vielfach vergessen, und die vielen Vorteile der EU nimmt man als selbstverständlich an. Vor allem die südeuropäischen Staaten haben ihre Ausgaben unmäßig erhöht, um ihren Völkern soziale Leistungen zu geben, die sie nicht mehr finanzieren können, aber für Wählerstimmen nützlich waren. Man hat völlig übersehen, dass wir alle im 21. Jahrhundert von dem freien Handel leben. Deutschland ist in Folge seiner starken Industrie zu einem immer stärkeren Industriestaat aufgestiegen, was sicherlich auch der Disziplin unserer Politiker und Gewerkschaften zu verdanken ist. Aber unsere Nachbarn (Italien, Spanien, Frankreich) haben leider in dieser Hinsicht nicht mitgezogen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in ihren Ländern der Neuzeit, dem Welthandel und der internationalen Konkurrenz nicht angepasst.

Deutschland lebt vom Export! Unser Wohlstand begründet sich in dem gewaltigen Export, den wir jährlich realisieren, der aber nur möglich ist, weil wir bereits mit der Schulbildung und der Ausbildung von Jugendlichen weltweite Maßstäbe gesetzt haben. Anders kann man die sozialen Unterschiede unserer Nachbarländer und die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Italien, Spanien, Frankreich nicht erklären. Es wurde viel versäumt. Leider wurde den Menschen dieser Länder nicht vermittelt, dass sozialer Wohlstand nur mit harter Arbeit verbunden ist.

Vielleicht wären diese Brexit-Tendenzen Anlass für die Politiker aller Länder nachzudenken, ob man jenseits parteipolitischer Interessen nicht versuchen sollte, aus Europa doch noch eine echte Wirtschaftsgemeinschaft zu formen. Ein weiterwursteln wie bisher hat keine Zukunft und führt zum sozialen Abstieg dieser Länder.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr W. Endrich

Elektronik-Leserwahl: "Distributor des Jahres 2016"

Zum 10. Male ruft die Fachzeitschrift Elektronik ihre Leser zur Wahl „Distributor des Jahres" auf. In Zusammenarbeit mit dem FBDi wurden in diesem Jahr die Kategorien überarbeitet und erweitert, um sie an die Trends der letzten Jahre - z. B. Industrie 4.0 oder Internet der Dinge - anzupassen.

Wer hat die beste Auswahl, wer den besten Service? Bewerten Sie Ihre Handels- und Logistikpartner. Geben Sie Ihre fachkundige Meinung bis zum 22. Juli 2016 ab!

Wir würden uns freuen, wenn Sie an dieser Wahl teilnehmen und Ihre Erfahrungen mit uns beurteilen würden. Wählen Sie Ihren Spitzenreiter und gewinnen Sie attraktive Preise!

Alles Weitere erfahren Sie über diese Internetadresse: www.elektroniknet.de/distribution/sonstiges/artikel/130499

Vielen Dank!

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Manager des Jahres 2016 Dr. Christiane Endrich, Geschäftsführerin

Mai 2016  >>

Idealismus gegen Realismus

Der deutsche Blätterwald ist derzeit voller Vorschläge, was unsere Regierung, vor allem Frau Merkel, zu tun und zu lassen hat. Soll Frau Merkel auf den Tisch hauen und ein energisches NEIN verkünden oder versuchen das Problem diplomatisch zu lösen.

Zeitungsumfragen in der Bevölkerung fordern ein energisches Vorgehen, zum Beispiel in dem Fall Erdogan gegen Jan Böhmermann, oder beim Zustrom von Flüchtlingen aus Syrien. Hätte man die Grenzen aus moralischen Gründen offen lassen sollen, oder sollte man das Schließen der Grenzen und damit den Zustrom von Flüchtlingen abstoppen für gut befinden? Wie fühlen wir uns, wenn wir im Fernsehen sehen, wie Tauschende von Flüchtlingen in schlammigen Lagern und bei Kälte in Griechenland oder Moldawien dahinvegetieren. Soll man auf des Volkes Stimme hören oder rein rational Entscheidungen treffen? 

Die Frage, ob die Regierung richtig entschieden hat oder falsch, beantwortet sich erst sehr viel später.

Gehen wir in die Geschichte zurück, so gibt es Fälle, wo Regierende falsch entschieden haben und im guten Glauben handelten, das Richtige zu tun. Ein historisches Beispiel ist zum Beispiel das Münchner Abkommen vom September 1938, wo die Kanzler und Präsidenten von England, Frankreich und Italien zugelassen haben, dass Hitler das Sudetenland annektiert. Und nur aus dem Grund, den Frieden zu bewahren. Ein energisches NEIN hätte vielleicht den Zweiten Weltkrieg verhindert. Beispiele aus der Neuzeit ist der Appell von Frau Merkel während der Wirtschaftskrise anlässlich der Lehmann Bank Pleite, dass die Sparguthaben sicher sind, wodurch sie einen Sturm auf die Banken verhindert hat, oder die Einführung der Hartz IV Gesetzgebung durch Kanzler Schröder, wodurch langfristig die Arbeitslosenzahlen in Deutschland sprunghaft zurück gegangen sind. Es waren jeweils mutige Entscheidungen, die von der Bevölkerung nicht immer mit Begeisterung akzeptiert wurden. Die SPD leidet heute noch unter dieser mutigen Entscheidung, obwohl sie für die deutsche Wirtschaft sicherlich die beste Entscheidung war. Oder nach dem Reaktorunglück in Japan die Entscheidung von Frau Merkel zur Energiewende. Alle diese Entscheidungen waren eine neue Form der Realpolitik, die sich positiv auf unsere Volkswirtschaft ausgewirkt hat. Es gibt aber auch genug Beispiele, wo man besser nicht auf den Volkswillen gehört hätte, zum Beispiel die Senkung des Rentenalters auf 63 Jahre.

Wir brauchen eine neue Form der Realpolitik, die sich an den wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten flexibel orientiert. Wie will Deutschland sonst ernsthaft in dieser multiplen Krisenwelt weiterkommen? Dabei muss man den Mut haben, auch Entscheidungen gegen die sogenannte „VOX Populi" zu entscheiden und einen gesunden Realismus zeigen.

Was haben uns die Strafmaßnahme gegen Russland gebracht? Nur Schaden für die Wirtschaft und die Bevölkerung auf beiden Seiten.

Wir werden lernen müssen, dass man Despoten und totalitäre Regime nicht nach unserem Wunsch umfunktionieren kann. Man sollte viel eher die Vorschläge von Egon Bahr befolgen, der sagte: „Wandel durch Handel".

Damit lassen sich Menschenrechtssituationen effektiver zum Positiven verändern, indem sie Leistungen bereitstellen, die die Lebensbedingungen verbessern und unseren westlichen Standards annähern. Gefragt ist eine diskrete Regierungsarbeit. Zu wünschen wäre ein ethischer Realismus in der deutschen Außenpolitik und Außenwirtschaftspolitik, bei dem wir aber unsere Entscheidungsfreiheit behalten und nicht in Prinzipienreiterei verfallen und dass wir den Kopf nicht vor Diktaturen senken, ihn aber auch nicht zu hoch tragen und unsere Werte nicht zum allein gültigen Wertmaßstab erheben.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr W. Endrich

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Herr Endrich neu Wolfgang Endrich

April 2016  >>

AfD und was sie wollen

Die Wahlen in Deutschland sind vorbei. Bis zur Bundestagswahl ist es noch über ein Jahr – noch genügend Zeit, sich mit den Zielen und Wünschen der AfD zu beschäftigen.

Wenn man das Wahlprogramm der AfD für die Region Calw/Freudenstadt zur Landtagswahl hernimmt, was ich getan habe, dann wird man das Gefühl nicht los, dass man mit der Gießkanne übers Land geht und jeder Pflanze einen Tropfen Wasser gibt oder, mit anderen Worten, man hört sich an den Stammtischen herum, was denn so gewünscht und gefragt wird. Denn es gibt für jeden etwas, dem er zustimmen kann. Z.B. die Polizei stärken, den Extremismus bekämpfen, Gängelung der Autofahrer beenden, Bau von Windkraftanlagen in dicht besiedelten Gebieten beenden, Pragmatismus statt Ideologie – keine CO2-Minderungspolitik, Rundfunkgesetzgebung reformieren, Pflichtbeiträge abschaffen, Verrohung bei Jugendlichen wirksam entgegentreten, Fairness gegenüber unseren Landwirten zeigen. Insgesamt 106 Forderungen zur Bildung, zur Familie, zur Wirtschaft, zum ländlichen Raum, zur Infrastruktur/Energie, zur inneren Sicherheit, zur Asylzuwanderung und direkte Demokratie und Datenschutz.

das gibt es ja bereits" und bei manchen man wirklich die Stirn runzeln muss.

Vor wenigen Wochen hat man in drei Bundesländern gewählt. Und die AfD hat ganz erstaunliche Ergebnisse erzielt. Deshalb fällt es mir bei diesen Forderungen so schwer, den Wählerwillen zu verstehen. Waren es die sogenannten Wutbürger, die hier ihren Frust abgeladen haben? Oder die ewig Gestrigen? Oder der Normalbürger, der sich sagt, naja, probieren wir es mal mit denen? Abwechslung kann nicht schaden!

Nun sollte man jede Wahlentscheidung ernst nehmen. Aber man sollte Fragen stellen, in diesem Falle: man MUSS Fragen stellen.

Den Anfang machte der Herr Lucke mit einigen Professoren, die gegen die Einführung des Euro waren, gegen die Politik der Bundesbank und der Europäischen Zentralbank unter Herrn Draghi, weil ihm die ganze Richtung, die unsere Politik in den letzten Jahren eingeschlagen hatte, so gar nicht passte. Man bemühte den Bundesgerichtshof und andere juristische Institutionen, hatte aber keinen allzu großen Erfolg. Ob die Herren mit ihrer Meinung damals Recht hatten, sei dahingestellt. Der Großteil unserer Bevölkerung ist sicherlich dafür, dass man ohne Grenzen und ohne Beschaffung von Auslandsdevisen über die Grenzen ins benachbarte Ausland fahren kann. Handel und Wirtschaft freuen sich, dass man problemlos exportieren kann und damit Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland auf nie erwartete Höhen treiben kann. Aber es gibt Menschen, die entweder aus Prinzip oder aus sonstigen Gründen dagegen sind, weil sie eine andere Vorstellung von der Welt haben.

Dies änderte sich erst, als es zur Spaltung der AfD kam und Herr Lucke mit seinen Freunden aus der AfD austrat - oder ausgetreten wurde? Und sofort änderte sich der Ton dieser Partei. Denn zwei junge, ehrgeizige Frauen, Frau Petry und Frau von Storch, hatten das Kommando übernommen und entschieden nun, was recht und was nicht recht ist. Die eine sagt, man soll an der Grenze auf Flüchtlinge schießen, die andere versucht es abzuschwächen. In den letzten Tagen bekämpft man den Islam und erklärt ihn als politische Kraft, nicht als Religion, und im Übrigen sei der Islam nicht verfassungskonform. Eine der beiden Damen erklärt diesen Unsinn und die andere versucht dann zurückzurudern oder abzuschwächen. Die vielfältigen Äußerungen der beiden Damen zeigen ein für mich wirres Bild von der Zukunft, wie man es sich vorstellt. Dabei habe ich das Gefühl, dass man die Zeit am liebsten in die 50-er Jahre zurückdrehen würde, wobei das Wort „Familie" ganz besonders hoch gehalten wird, die Frauen möglichst zurück an den Herd sollen, es keine Zuwanderung nach Deutschland gab und man sich am besten von ganz Europa abschotten würde. Hierzu ein Zitat aus dem Handelsblatt vom 23. März 2016, Seite 14: „Im Leitantrag für ihr Programm zeichnet die AfD einen Nationalstaat, der sich zum großen Teil selbst genügt, mit anderen Europäern nur ein wenig Handel treibt, sich aber sonst eher vor der Welt verschließt. Natürlich wollen sie exportieren. Aber Freihandel will man doch lieber nicht. Deshalb brauche man auch keine Währungsunion, sondern wieder die gute, alte D-Mark."

Nun sind die beiden Damen hochgebildete Akademikerinnen, die eine Juristin, die andere Chemikerin, so dass man eine gewisse Allgemeinbildung durchaus voraussetzen kann. Beide haben völlig übersehen, dass wir heute in einer globalisierten Welt leben und gerade wir Deutsche daraus sehr viele Vorteile ziehen – sonst hätten wir keine so hohen Exporte in alle Länder dieser Welt, keine so niedrige Arbeitslosigkeit und der Wohlstand würde es nicht erlauben, zum Weltmeister im Tourismus zu werden. Man übersieht wohlweislich, dass ein wachsender Wohlstand ohne offene Volkswirtschaft gar nicht mehr möglich wäre. Man bekommt das Gefühl, dass die AfD eine Sehnsucht schürt nach überschaubaren Verhältnissen, und sie möglichst keine Veränderungen tolerieren muss. Mit anderen Worten: die reine „Kirchturm-Politik".

Mit Volksabstimmungen will man den Großen da oben zeigen, was das Volk will, ohne zu berücksichtigen, welche Meinungsmacht heute die Presse hat. Die Meinung der Bildzeitung bestimmt die Meinung des Volkes. Aber welche Verantwortung wir heute als eine der führenden Wirtschaftsnationen den anderen Nationen gegenüber haben, wird völlig übersehen.

Ich frage mich wirklich, ob die Wähler wussten, was sie hier gewählt haben und ob Frau Petry und Frau von Storch wissen, welchen Unsinn sie hier von sich geben? Schön wäre, sie könnten wenigstens für eine Woche im Büro von Frau Merkel sitzen und mitbekommen, was so auf unserer Erdkugel alles passiert!

Selbstkritisch müssen wir uns fragen, ob wir es versäumt haben, unseren demokratischen Parteien, die wir sonst wählen, also CDU, CSU, SPD, FDP und Grüne, unsere Wünsche und unsere Bedenken zu artikulieren und es nicht Möchtegern-Politikerinnen überlassen, sich mit immer neuen Forderungen und abstrusen Wünschen zu profilieren. Und unsere Politiker haben es vielfach versäumt, dem Volk zu erklären, warum und wieso manche Entscheidung getroffen wurde und warum sie notwendig ist. Es besteht eine riesige Kluft zwischen den Wahlbürgern und den Parlamentariern und der Regierung. Sollten wir nicht alle daran arbeiten, diese Kluft zu überwinden und entschlossen und mutig die anstehenden Probleme gemeinsam zu bewältigen, ohne durch Scharfmacher eine Vogel-Strauss-Politik zu betreiben, nur damit man die wirklichen Verhältnisse und Geschehnisse in unserer Welt nicht zur Kenntnis nehmen muss? Ist es die Angst vor der Zukunft?

Eines ist jedenfalls für mich sicher: Die Politik der beiden Damen und ihrer ehrgeizigen Anhänger wird nicht zum Wohle von Deutschland sein. Ich vermisse ein klares Bekenntnis zu unserem Grundgesetz und den Bestrebungen von Adenauer bis Merkel ein gemeinsames Europa zu schaffen, auch wenn es jetzt in der Flüchtlingsfrage gerade keine Einigkeit zeigt. Wie schön ist es, seit 70 Jahren in Frieden mit unseren Nachbarn zu leben, zum Teil ein Vorbild zu sein, wie man es besser machen kann und vor allem in die Staatengemeinschaft der EU eingebettet zu sein? Denn Deutschland hat nur 80 Millionen Einwohner mit sinkender Tendenz und die EU 320 Millionen. Aber die Weltbevölkerung bereits 4 Milliarden. Und wie wollen wir den wirtschaftlichen Druck dieser Giganten gegen unser kleines Volk erfolgreich abwehren?

AfD heißt für mich nicht Alternative für Deutschland sondern „Armut für Deutschland" – oder wie sagte der schwäbische Dichter Gerhard Raff „Herr, schmeiß Hirn ra!".

Mit freundlichen Grüßen

Ihr W. Endrich

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Herr Endrich neu Wolfgang Endrich

März 2016  >>

Wer zuerst kommt, gewinnt!

Wer in unserer schnelllebigen Zeit Erfolg haben will, der muss auf der Wellenhöhe mitschwimmen und nicht im Wellental.

Die Industriegeschichte unseres Landes hat, nach dem Kriege viele Firmen von kleinen Anfängen zu extremer Größe wachsen sehen. Denken wir an die Firma Grundig, an die ganze Rundfunk- und Fernseh-Industrie und die Fotoindustrie. Auch internationale Konzerne, wie Microsoft, IBM, Nokia und HP haben wir auf einsamen Höhen gefeiert und jetzt sind alle leider ins Tal hinabgerutscht.

Gründe dafür sind nicht die hohen Arbeitskosten, die Gewerkschaften und andere Institutionen, sondern dass das Management den Trend der Zeit verschlafen hat. Da hilft es gar nichts, wenn man die Lieferanten bis aufs Blut knebelt, um noch bessere Preise herauszudrücken, oder schnell Fertigungsstätten in Osteuropa oder China eröffnet.

Hier ist das Management gefordert, um Trends zu erkennen, aus deutschen und internationalen Zeitschriften, auf Messen, evtl. Kongressen – dort, wo der Wettbewerb seine Neuheiten vorstellt oder Zukunftstrends besprochen werden. Ein gutes Beispiel fand ich kürzlich in einer Zeitschrift von der Firma Hekatron, die einen Prospekt unter der Überschrift „Flüchtlingsunterkünfte" herausgebracht hat und damit alle Produkte des Hauses anbietet, nämlich den Schutz der Wohnheime von Flüchtlingen durch Fernsehkameras, Brandmelder, Bewegungsmelder usw. um zu verhindern, dass diese Unterkünfte bereits vor dem Bezug abgefackelt werden. Das nenne ich Weitsicht und Gespür für die Zukunft. Damit möchte ich den alten Spruch „ITT = international traveling and talking" abwandeln in „ITL – nämlich international looking" oder einfach BENCHMARKING – über den Zaun des Nachbarn schauen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr W. Endrich

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Herr Endrich Wolfgang Endrich

Februar 2016  >>

Alte Sünden verjähren nicht

Es gibt eine alte Management-Weisheit: Fehler des Managements wirken sich erst nach Jahren aus und rächen sich dann bitterlich. Es gibt viele Beispiele, wo sich Fehler schrecklich gerächt haben, denken wir nur an die Drogeriekette Schlecker. Ich meine in diesem Zusammenhang aber die vielen Fehler, die die Bundesrepublik Deutschland im Hinblick auf ihre Beziehungen zu befreundeten Ländern, vor allem unterentwickelten Ländern, in den letzten Jahrzehnten begangen hat. Wir haben einen Entwicklungshilfeminister, der seit vielen Jahrzehnten in der Welt herumreist, Entwicklungshilfen verspricht, aber auch Stahlwerke in Afrikanische Länder vermittelt hat. Und wir haben in fast allen Ländern dieser Erde diplomatische Vertretungen, die zwar in der Lage sind, schöne Parties zu schmeißen, aber offensichtlich nicht in der Lage waren, den Bundestagsabgeordneten, die auf ihren Lustreisen in der Welt herumkurven, die Probleme der einzelnen Länder wirkungsvoll zu schildern.

Wir sind eine der stärksten Wirtschaftsnationen dieser Welt. Wir haben es aber offensichtlich nicht verstanden, anderen, unterentwickelten, Ländern zu vermitteln, was man tun kann, um ebenfalls zu Wohlstand mit einer funktionierenden Wirtschaft und Verwaltung zu kommen. Und diese Versäumnisse haben wir jetzt schmerzhaft zu spüren bekommen. Hunderttausende von Flüchtlingen haben uns im letzten Jahr überschwemmt. Mit weiteren Menschenströmen ist zu rechnen. Und dies, weil sie durch die modernen Formen der Telekommunikation, sprich Handys und Internet, zum ersten Mal und bildhaft Kenntnis davon bekommen haben, wie „gut“ es uns geht und in welchem Wohlstand wir leben. Dies führt ganz selbstverständlich zu einer Begehrlichkeit und dem Wunsch, nach Deutschland zu gehen, sich Arbeit zu suchen und aus den ärmlichen Verhältnissen herauszukommen. Denken wir vorrangig an die Länder des früheren Ostblocks.

Jahrzehnte lang haben die Kommissare der EU verhandelt und geprüft, wie sie diese Länder in die EU einreihen können. Aus der Presse weiß ich nur, dass man in Rumänien die Regierung aufgefordert hat, die Korruption zu bekämpfen. Aber was hat man wirklich an Beratungsarbeit getan? Dass z.B. die beliebte Vetternwirtschaft ausgetrocknet wird und den Verantwortlichen, angefangen von den Präsidenten – trotz ihrer allgemeinen Unfähigkeit klargemacht wird, dass wesentliche Änderungen von Gesetzen, Schulausbildung usw. herbeigeführt werden müssen. Und als sie dann schlussendlich Mitglied der EU wurden, hat man sie vollgepumpt mit Geld, hat desinteressiert zugesehen, wie sich die Staatsverschuldung erhöht hat und EU-Gelder in dunklen Kanälen versickert sind. Deutschland hat viele fähige Beamte und Gott sei Dank, seit Bismarcks Zeiten, eine vernünftige, funktionierende Verwaltung aufgebaut. Wir haben ein duales Bildungssystem, wir haben eine effektive Finanzverwaltung, Sozialversicherungen und einen funktionierenden Beamtenapparat. Natürlich ist dieser zu groß, zu langsam und in vielen Fällen nicht effektiv genug, aber trotzdem – es sind die Strukturen da, mit denen Deutschland es geschafft hat, nach dem Krieg und der totalen Zerstörung wieder auf die Füße zu kommen und zu ihrer heutigen Stärke zu gelangen.

Leider haben die verantwortlichen Politiker aller Regierungen und Parteien versäumt, einmal nachzudenken, was passiert, wenn dieses extreme Wohlstandsgefälle immer größer und größer wird. Weil die Machthaber dieser Länder es auf Grund ihrer Machtspiele leider versäumt haben, sich mit der Wirklichkeit zu befassen, nämlich mit der Bevölkerung, und den wachsenden Bevölkerungszahlen und dem Anstieg der Jugendlichen Rechnung zu tragen, denn dann hätte man sehr wohl zu dem Schluss kommen können, dass dieses Fass eines Tages überläuft und zu einer Fluchtbewegung Richtung Deutschland führt – und dies ohne Kriege. Wenn heute eine deutsche Firma in Griechenland oder in Ostblock-Ländern eine Niederlassung gründen will, dann ist der Verwaltungsaufwand riesig. Selbst unsere Firma durfte erfahren, welcher Papierkrieg zu bewältigen ist, nur um eine lächerliche Vertriebsniederlassung zu gründen.

Schauen wir uns nur in den Mittelmeer-Anrainerstaaten an (Algerien, Marokko, Tunesien usw.), wohin die kontinuierliche Misswirtschaft geführt hat. Es ist kein Wunder, dass die Jugend in diesen Ländern im „Arabischen Frühling“ aufbegehrte, weil man in Zeiten der Telekommunikation und des Smartphones davon Kenntnis erlangt hat, wie gut es sich in Deutschland leben lassen würde.

Wir haben es versäumt, ein richtiges Bild von Deutschland im Ausland zu zeichnen, nämlich dass es auch hier noch viele Arme und Bedürftige gibt, die sich in unserer Wohlstandsgesellschaft allerdings verstecken und deshalb nicht in Erscheinung treten, beispielsweise in Berlin und anderen Städten, mit ihren Armenküchen, wo man Lebensmittel von den Händlern erbettelt, um diese kostenlos an Bedürftige abgeben zu können oder diesen wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag zu spendieren. Es wäre meiner Meinung nach leicht gewesen, durch Beratungen, Hilfestellung beim Aufbau von Gewerbeschulen, Kleinbetrieben und Krankenhäusern eine Infrastruktur zu entwickeln, die der Bevölkerung Brot und Arbeit geben kann.

Ein einfaches Beispiel ist die Türkei, als man in den Jahren um 1960 zigtausende von Arbeitskräften nach Deutschland „importierte“, ohne daran zu denken, dass diese Arbeiter ja auch eine Familie haben und selbstverständlich mit ihrer Familie zusammenleben möchten. Erinnern wir uns an die Sonderzüge, die zu Weihnachten und Ostern prall gefüllt nach Italien oder Spanien unterwegs waren, weil hier die Entfernungen noch nicht so groß waren. Aber in die Türkei? Es gab den sogenannten „Autoput“, die Straße, auf der Tausende mit überladenen Pkws über die Feiertage zurück in die Türkei gefahren sind, aber trotzdem den Wunsch nach einer endgültigen Familienzusammenführung hatten. Die Gastarbeiter waren zwar wohlgelitten, um hier die Drecksarbeit zu leisten, aber die Familien, die nach und nach nach Deutschland kamen, wurden kaum integriert und die Angehörigen der ersten Generation sprechen heute oftmals noch kein Deutsch. Das gleiche passierte mit den Russlanddeutschen. Diese Versäumnisse der Bundesregierung und der Länderregierungen haben sich bitterlich gerächt. Es lebe der „Föderalismus“! Wir haben Parallelgesellschaften geschaffen, von denen wir bis heute kaum Kenntnis genommen haben.

Und so, wie wir in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland die echte Situation nicht zur Kenntnis genommen haben oder zur Kenntnis nehmen wollten, wird es wohl weitergehen. Eine Begrenzung auf 200.000 Einwanderer, wie dies Herr Seehofer will, Stacheldrahtzäune um die Länder ziehen, ist nach meiner Meinung wirklich ein Witz. Wir alle haben gejubelt, als wir die Mauer in Berlin weg hatten. Damals hat die DDR verhindert, dass 20 Millionen Deutsche vielleicht nach Westdeutschland kommen. Aber die Zigmillionen, die in Europa ihre wirtschaftliche Situation verbessern wollen und an den Grenzen stehen, jetzt durch Stacheldrahtzäune davon abhalten zu wollen, ist wirklich lächerlich. Wo bleibt bloß der Sachverstand unserer Regierenden? Wir haben zu viele Juristen in der Verwaltung, die nur über Gesetze nachdenken können, aber die wirtschaftlichen Zusammenhänge langfristig leider gar nicht überblicken oder überblicken wollen. Als die EU unter Führung der deutschen Regierung in dem kleinen Griechenland einigermaßen vernünftige Verhältnisse herstellen wollte, wurden wir als Nazi-Deutschland und Frau Merkel in SS-Uniform in den Zeitschriften verunglimpft. Und so wird es weitergehen und der Zustrom aus den Südländern, einschließlich Afrika, wird anhalten, wenn wir nicht endlich beginnen, „gutwilligen“ Ländern zu helfen (aber nicht als Schulmeister) ihre Strukturen zu verändern und die Regierungen, die keine Begeisterung zeigen, durch geeignete Maßnahmen zu zwingen, Veränderungen in ihren Ländern herbeizuführen, damit der Wunsch nach Auswanderung überhaupt gar nicht entsteht. Warum ging es so schnell, Sanktionen gegen Russland zu verhängen, als Herr Putin die Krim okkupierte?

In dieser Hinsicht habe ich nur einen Wunsch in diesem Jahr – dass unsere Regierenden endlich mit dem kleinkarierten Parteiengezänk aufhören und beginnen nachzudenken, wie die Welt im Jahre 2020 oder später aussehen könnte, ohne dass es noch nötig wird, dass Flüchtlinge versuchen, über unsere Grenzen zu stürmen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr W. Endrich

In eigener Sache: In der Zeit zwischen dem 8. Februar bis zum 8. April wird die Zeitschrift „Elektronik Journal“ eine Wahl des „Managers 2015“ im Bereich Mittelständische Distributoren durchführen. Wir haben unsere Geschäftsführerin, Frau Dr. Christiane Endrich, nominiert und würden uns freuen, wenn Sie an dieser Wahl teilnehmen würden unter www.elektroniknet.de/mdj . Alles weitere erfahren Sie über diese Internetadresse.

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Herr Endrich Wolfgang Endrich

Januar 2016  >>

Liebe Leserinnen und Leser,

ja, es gibt mich noch! Auf Grund von zahlreichen Zuschriften zu meinem letzten Leitartikel möchte ich auch im Jahr 2016 versuchen, das Zeitgeschehen aus meiner Sicht zu kommentieren.

Zu allererst aber wünsche ich Ihnen für das ganze Jahr 2016 von Herzen alles Gute und Gesundheit, Mut und Durchsetzungswillen. 

Und damit wäre man zum Jahresanfang bereits im politischen Bereich. Um das Maß der Dinge voll zu machen, haben jetzt auch noch der Iran und Saudi Arabien, aus angeblich religiösen Gründen, alte Streitigkeiten aufgenommen, die aus dem Jahre 700 rühren, als es um die Nachfolge des Propheten Mohammed ging und der eigentliche Nachfolger, ein Schwiegersohn von Mohammed, von einer Gruppe getötet wurde. Seither gibt es im Islam zwei Gruppen: Sunniten und Schiiten. Im Iran wird mehr der schiitische Glaube gepflegt, im Irak, in Saudi Arabien und Syrien der sunnitische. Um die Sache so richtig anzuheizen, hat deshalb der saudische König zuerst einmal einen iranischen, also schiitischen, Prediger enthaupten lassen, weil er angeblich kritische Äußerungen über die saudische Herrschaft geäußert hat. In Wirklichkeit geht es um die Vorherrschaft in diesem Gebiet und man muss befürchten, dass der Konflikt nicht auf diplomatischem Wege geschlichtet werden kann, sondern leider zur Waffe gegriffen wird. Und dann kann man darauf warten, bis die ersten Flüchtlinge wieder bei uns Zuflucht und Asyl suchen. Aber vorerst profitieren wir noch von den niedrigen Ölpreisen, mit denen Saudi Arabien den Irak vom Ölmarkt fernhalten will. 

Das zweite große Thema Asylanten/Kriegsflüchtlinge oder wie man sie bezeichnen will, hat uns auch über die Feiertage in Deutschland heftig beschäftigt. Der Zustrom wurde geringer, hat aber nicht aufgehört. Politiker versuchen nun mit Zahlen zu jonglieren, wie viele Asylsuchende, oder Flüchtlinge, man in Deutschland integrieren könnte. Zu diesem Thema fand ich in der Tagespresse eine interessante Zahl: Der BDI, Bundesverband der Deutschen Industrie, nannte eine Zahl von 600.000 offene Stellen, in die man Flüchtlinge integrieren könnte. Das Hauptproblem besteht wohl in den fehlenden Sprachkenntnissen. Hierzu fand ich noch eine interessante Zahl, und zwar aus Baden-Württemberg: Hier hatten zum 31. August 2015 rund 40.000 Jugendliche einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Trotzdem konnten die Baden-Württembergischen Unternehmen mehr als ein Drittel der ausgeschriebenen Lehrstellen nicht besetzen. Ganz dringend sucht man Auszubildende im Gastgewerbe, im Bäckerei- und Metzgereigewerbe und im Handwerk. Aber auch im Handel blieben sehr viele Stellen unbesetzt. Wie viele offene Lehrstellen mögen es deshalb im Bundesgebiet sein?

Nachdem auch viele Asylsuchende im jugendlichen Alter von 18 bis 25 Zuflucht suchen, wäre es doch sicherlich eine vernünftige Maßnahme, diese Stellen vorrangig mit jungen Asylsuchenden zu besetzen. „Sprache lernen durch Arbeit“ könnte die Devise sein – wären da bloß nicht die zahlreichen administrativen Hindernisse. Am Anfang gilt zunächst ein generelles Arbeitsverbot. Ab dem vierten Monat dürfen Asylbewerber nur arbeiten, wenn eine sogenannte „Vorrangprüfung“ der Arbeitsverwaltung ergeben hat, dass sich für den Job kein Deutscher oder EU Bürger findet. Erst ab dem 15. Monat entfällt dieser „nachrangige Arbeitsmarktzugang“ wie es im Behördendeutsch heißt. Vielleicht wäre es wirklich an der Zeit, dass die Verwaltung über ihren Schatten springt und kurzfristig jungen Asylsuchenden diese Ausbildungsmöglichkeiten anbietet. Damit wären manche Konflikte in den Asylantenheimen von selbst gelöst, und sollten sie eines Tages wieder zurück in ihre Heimat gehen, hätten sie einen soliden Beruf erlernt!

Zu den Silvester-Unruhen am Kölner Hauptbahnhof fällt mir nur eine Frage ein: Warum kann man nicht ein generelles Alkoholverbot für Asylsuchende verhängen? Soweit mir bekannt, ist im Islam der Alkoholgenuss streng verboten. An Tankstellen, Märkten und anderen Handelsstätten, müsste man sich von den Alkohol Kaufenden den Ausweis zeigen lassen. Bei deutschen Jugendlichen unter 18 wird es ja auch gefordert. Ferner könnte man die wichtigsten Paragraphen des Grundgesetzes, sowie generelle Verhaltensregeln bundesweit in einem Merkblatt in den arabischen Sprachen erstellen und den neueintreffenden Flüchtlingen zur Kenntnis bringen. In ihrer Heimat waren sie im Schutz, aber auch unter der Beobachtung ihrer Familie und hätten sicherlich nicht gewagt, Frauen oder Mädchen anzugreifen oder unsittlich zu belästigen. Zumindest Prügelstrafen der Verwandten wären die sofortige Konsequenz gewesen. Nachdem die Bekleidung unserer Damenwelt hier im Westen etwas freizügiger ist, wäre es dringend notwendig, allen männlichen Flüchtlingen klar zu machen, dass es sich nicht um Freiwild und Prostituierte handelt, sondern dass dieses unsere Lebensart ist, der man sich unterzuordnen hat. Der Kulturschock den jeder bekommt, sobald er in unserem Land eintrifft, ist sicherlich sehr groß, aber es sollte doch möglich sein, jedem, der lesen und schreiben kann, klarzumachen, dass er hier Sitten und Gebräuche zu beachten hat, und dass wir seinen Aufenthalt bei uns nur bei Beachtung dieser Vorschriften und Gebräuche garantieren können. Und für die Analphabeten wäre es eine gute Gelegenheit, Schreiben und Lesen zu lernen!

Herzlichst,

Ihr W. Endrich

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Herr Endrich Wolfgang Endrich